Feinvermahlung von Zucker
Zucker gehört zur Gruppe der Kohlenhydrate. Aus wirtschaftlicher Sicht ist die industriell hergestellte Saccharose, also der handelsübliche Haushaltszucker, von besonderer Bedeutung. Sie wird als Süßungsmittel eingesetzt und dient als schnelle Energiequelle. Saccharose kommt hauptsächlich in Zuckerrohr oder Zuckerrüben vor. Sie ist ein Disaccharid, ein Zweifachzucker, der aus den miteinander verbundenen Monosacchariden (Einfachzuckern) Glukose (Traubenzucker, Dextrose) und Fruktose (Fruchtzucker) zusammengesetzt ist. Neben Saccharose, Glukose und Fruktose ist auch aus Molke gewonnene Disaccharid Lactose, also Milchzucker, ein wichtiger Zusatz- oder Hilfsstoff in der Lebensmittel- und Pharmaindustrie. Disaccharide und Monosaccharide haben einen süßen Geschmack und sind in der Regel gut wasserlöslich. Sie werden meist als weiße Kristalle oder kristallines Pulver mit unterschiedlichen Korngrößen für die industrielle Weiterverarbeitung oder den direkten Gebrauch vermarktet. Je kleiner die Korngröße, desto schneller lösen sie sich in wässrigen Medien auf.
Zuckerpulver wird durch das Vermahlen von Kristallzucker hergestellt. Bei diesem Verfahren ist die Bildung von Klumpen ein häufiges Problem. Dies kann die weitere Verarbeitung, beispielsweise in der Süßwarenindustrie, in der Klumpen die ordnungsgemäße Herstellung von Glasuren und Füllungen beeinträchtigen, erschweren. Um die Bildung dieser Klumpen zu verhindern, werden dem Zucker häufig Stärke und andere Produkte zugesetzt.