NEA|HYTRON PEM-Elektrolyseur

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NEA|HYTRON Elektrolyseure

Ein Elektrolyseur wandelt mithilfe von Strom Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff um – eine Schlüsseltechnologie für die klimaneutrale Energiezukunft. Die NEUMAN & ESSER GROUP bietet hocheffiziente PEM-Elektrolyseure für den dezentralen und industriellen Einsatz. Unsere modularen Systeme sind skalierbar von kleinen Anwendungen bis zu Multi-MW-Anlagen für grüne Wasserstoffproduktion.

Das Elektrolysesystem

Bei der Wasserelektrolyse wird elektrische Energie verwendet, um Wassermoleküle (H2O) in ihre Bestandteile zu spalten: H2 als Hauptprodukt und O2 als Nebenprodukt.

Das Elektrolysesystem beinhaltet neben den Stacks, in denen der elektrochemische Prozess umgesetzt wird, alle erforderlichen Komponenten und Teilsysteme, um einen optimierten Prozess zu garantieren. Besondere Aufmerksamkeit wird der Prozesswasserbehandlung, dem Wärmemanagement und der Stromversorgung gewidmet. Die Gasaufbereitung komplettiert das System und garantiert die ambitionierten Produktqualitäten. Das voll automatisierte und selbstsichernde System wird als Balance of Plant (BoP) bezeichnet und untergliedert sich in folgende Komponenten:

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Leistungselektronik

regelt das Spannungsniveau und wandelt den Wechselstrom in Gleichstrom um, der für die Stacks benötigt wird

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Wärmemanagementmodul

stellt den optimalen Betriebstemperaturbereich der PEM-Stacks sicher und hat damit großen Einfluss auf die Systemeffizienz

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Reinigungs- und Gasanalysemodul

entfernt Verunreinigungen im Wasserstoffstrom und analysiert die Qualität von Wasserstoff und Sauerstoff, um den Zustand des Systems kontinuierlich zu überwachen

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Sicherheitsmodul

gewährleistet den sicheren Betrieb des Systems

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Versorgungseinrichtungen

für eine schlüsselfertige Lösung sind die Druckluftversorgung für die Instrumentierung, ein Kaltwassersatz, die Stickstoffversorgung zum Inertisieren der Anlage usw. bereits in die Anlage integriert

PEM- oder alkalischer Elektrolyseur – was ist besser?

Kriterium PEM-Elektrolyseur Alkalischer Elektrolyseur
Startzeit Sekunden Minuten
Betriebsdruck bis 30 bar bis 10 bar
Reinheit des Wasserstoffs bis 99,999 % ca. 99,5 %
Modulierbarkeit sehr gut eingeschränkt
Stack-Lebensdauer ca. 60.000 Betriebsstunden ca. 30.000 Betriebsstunden
Skalierbarkeit modular einsetzbar größere Einheiten erforderlich

PEM oder alkalisch? Die zwei führenden Elektrolyse-Technologien erklärt

Derzeit werden in der Industrie im Wesentlichen zwei Elektrolyseur-Technologien eingesetzt. Zum einen die alkalische Elektrolyse (ALK), bei der ein flüssiger Elektrolyt (Kalium- oder Natriumhydroxid) als Ausgangsmaterial verwendet wird. Und zweitens die Polymerelektrolytmembran-Elektrolyseure (PEM), die mit Reinstwasser gespeist werden. Dabei bietet vor allem die PEM-Elektrolyse den Vorteil von einem hoch reinem Prozessgas und einer flexiblen Fahrweise. Somit werden PEM-Elektrolyseure besonders im Zusammenhang mit den volatilen, regenerativen Energiesystemen bevorzugt.

Technologie: PEM-Elektrolyseur für sauberen Wasserstoff

Im Rahmen der Dekarbonisierungsziele der EU ist die Vor-Ort-Erzeugung von Wasserstoff durch Elektrolyse aus erneuerbaren Energiequellen eine attraktive Lösung. Die Verwendung von Wasserstoff als sauberer Energieträger ermöglicht die Speicherung großer Energiemengen über längere Zeiträume. Er kann auch eine wichtige Rolle bei der Stabilisierung des Stromnetzes spielen, wenn der Anteil von stark schwankenden Energiequellen wie Wind und Photovoltaik an der Stromerzeugung zunimmt. Kommt bei der Herstellung ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energiequellen zum Einsatz, wird der entstehende Wasserstoff als “grün” und emmissionsfrei bezeichnet.

Technische Daten & Systemleistung im Überblick

System-Leistung des NEA|HYTRON PEM

  • Wasserstoffproduktion pro Modul (PEM): 200 – 1.000 Nm³/h 

  • Wasserstoffreinheit: 99,9 % – 99,999 % | 3,0 bis 5,0 

  • Nennenddruck: 10 – 30 bar(g)

  • Leistungsaufnahme pro Modul: 50 kW – 5 MW

Beschreibung NEA|HYTRON PEM

  • modulares Elektrolysesystem: 50 kW – 5 MW pro Modul
  • Wasserstoffproduktion: 10 Nm3/h – 1000 Nm3/h pro Modul
  • H2-Nennenddruck: 30 bar(g)
  • O2-Nennenddruck: 3 bar(g)
  • H2-Reinheit: 99,9 – 99,9999 %
  • O2-Reinheit: 98 %
  • Betriebsbereich: 20/30 – 100 % (abhängig von der Modulgröße)
  • typische Verfügbarkeit: 97,2 %
  • Stellfläche: montiert in ISO 20' oder 40', vom Typ ISO High Cube.
  • Wasserbedarf: 20 L/kg H2
  • Verbrauch an Reinstwasser: 10 L/kg H2
  • Lebensdauer des Systems: 25 Jahre im Betrieb

Warum NEA | HYTRON: Unsere Vorteile im Vergleich

  • Das System wurde von uns entwickelt und wird von uns projektiert. Wir haben mehr als 100 Jahre Erfahrung mit Wasserstoffprojekten, insbesondere mit den rechtlichen Rahmenbedingungen und Zulassungen der Systeme.
  • Einfache Installation und Skalierbarkeit durch den modularen Aufbau der Anlage.
  • Berücksichtigung von begrenztem Platzangebot durch containerisiertes System.
  • Der Zustand der Anlage wird kontinuierlich mit unserer NEA|XPLORE Cloud-Plattform überwacht.
  • Nach Bedarf liefert das System Wasserstoff in höchster Reinheit, z.B. für Mobilitätsanwendungen.
  • Lieferung der kompletten Anlage, einschließlich Engineering, Ausrüstung und Steuerung.
  • Sicherstellung des reibungslosen Betriebes der Anlage durch unseren Service.

Anwendungsbereiche von Elektrolyseuren

  • Wasserstoffmobilität: Wasserstoff wird in vielen Mobilitätsanwendungen eingesetzt. Insbesondere im Schwerlastverkehr besitzt er das Potenzial, diesen Sektor zu dekarbonisieren.
  • Brennstoffzellentechnologie: Wasserstoff-Brennstoffzellen werden unter vielen verschiedenen Bedingungen eingesetzt, z. B. bei der Versorgung von Gebäuden mit Strom und Wärme oder beim Antrieb von Fahrzeugen mit größerer Reichweite.
  • Energiespeichersystem: Wasserstoff eignet sich zur Speicherung grüner Energie über Monate hinweg. Im Vergleich zur Batterie können große Energiemengen deutlich günstiger gespeichert werden.
  • Ammoniak-Herstellung: Mit dem Haber-Bosch-Verfahren kann Ammoniak für die Düngemittelindustrie oder zum Energietransport hergestellt werden. Die Ausgangsbasis des Haber-Bosch Verfahrens sind Wasserstoff und Stickstoff.
  • Hydrotreating von Kraftstoffen: Durch Hydrotreating werden Kraftstoffe aufbereitet. Das Verfahren ist bisher in Deutschland der Hauptabnehmer von Wasserstoff.
  • Herstellung synthetischer Kraftstoffe: Die Herstellung kohlenstoffneutraler E-Treibstoffe benötigt Grünen Wasserstoff als Ausgangsbasis.
  • Allgemeine industrielle Verwendung: Zur Herstellung von Glas, Lebensmitteln, Chemikalien, Arzneimitteln und anderen Industrieprodukten werden hohe Temperaturen benötigt, die durch die Verbrennung von Wasserstoff CO2-neutral erzeugt werden können.

Häufige Fragen zum Elektrolyseur

Wie funktioniert ein Elektrolyseur?

Ein Elektrolyseur spaltet Wasser (H₂O) mithilfe von elektrischer Energie in Wasserstoff (H₂) und Sauerstoff (O₂). Beim PEM-Elektrolyseur erfolgt dies über eine Polymerelektrolytmembran, die eine besonders effiziente, kompakte und schnelle Reaktion ermöglicht. Dadurch eignet sich diese Technologie ideal zur Erzeugung von grünem Wasserstoff aus erneuerbaren Energiequellen.

Welche Reinheit hat der produzierte Wasserstoff?

Die NEA | HYTRON PEM-Elektrolyseure liefern Wasserstoff in einer Reinheit von 99,9 % bis zu 99,999 % (3.0 bis 5.0). Damit ist er für Anwendungen in der Industrie, Mobilität und Energieerzeugung hervorragend geeignet. Die integrierte Gasaufbereitung und Analyse sorgt für gleichbleibend hohe Qualität.

Welche Leistungsspanne bieten Ihre Systeme?

Unsere Elektrolyseur-Systeme sind modular aufgebaut und skalierbar. Ein Modul kann zwischen 200 und 1.000 Nm³ Wasserstoff pro Stunde erzeugen – bei einem Nennendruck von 10 bis 30 bar. Die elektrische Leistungsaufnahme reicht von 50 kW bis 5 MW pro Modul, je nach Auslegung und Anwendung.

Referenzprojekt: H2HS Heinsberg

Im nordrhein-westfälischen Heinsberg wurde ein zukunftsweisendes Wasserstoffprojekt realisiert: H2HS. Herzstück ist ein 2 MW starker PEM-Elektrolyseur der NEA-Gruppe, der jährlich rund 70 Tonnen grünen Wasserstoff erzeugt. Die Energie stammt vollständig aus regionalen erneuerbaren Quellen. Der erzeugte Wasserstoff wird direkt vor Ort in einer öffentlichen Tankstelle eingesetzt – unter anderem zur Versorgung einer Brennstoffzellenbus-Flotte.

Das Projekt zeigt beispielhaft, wie skalierbare Elektrolysesysteme zur regionalen Wertschöpfung beitragen und eine integrierte Lösung für klimaneutrale Mobilität schaffen. Die gesamte Anlage – von der Elektrolyse über die Gasaufbereitung bis zur Kompression – stammt aus einer Hand.

Mehr über das Projekt H2HS Heinsberg erfahren

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+1 713-554-9646 luiz.soriano@neuman-esser.com
NEUMAN & ESSER USA, Inc
1502 East Summitry Circle
Katy, Texas 77449
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