Die Energiewende stellt die Chemieindustrie vor die Herausforderung, Produktionsanlagen auf die schwankende Verfügbarkeit erneuerbarer Energien auszurichten. Dafür ist eine deutlich höhere Lastflexibilität erforderlich, um Chemikalien wie Methanol klimafreundlich, effizient und wirtschaftlich herzustellen. 

Gemeinsam mit dem Forschungszentrum Jülich und TLK Energy hat NEUMAN & ESSER das Förderprojekt HyControl gestartet, um zu zeigen, wie der Entwicklungsprozess für zukünftige Chemieanlagen mit dem Einsatz des sogenannten Hardware-in-the-Loop (HiL)-Teststandes erheblich beschleunigt werden kann.

Mit HiL werden Kosten und Zeit bei der Entwicklung gespart, indem reale Betriebsbedingungen simuliert werden. So zeigen sich Ergebnisse, bevor eine Anlage gebaut ist. Bei HyControl wird HiL genutzt, um Steuerungs- und Regelungsstrategien für zukünftige Chemieanlagen möglichst schnell und günstig an das schwankende Angebot grüner Energie anzupassen. 

Eine lastflexible Regelung für Chemieanlagen ist zukünftig von großer Bedeutung, da vermehrt kleinere dezentrale Anlagen aufgebaut und direkt an lokale erneuerbare Erzeuger gekoppelt werden. Bei diesen Anlagen besitzen Energieschwankungen deutlich größeren Einfluss als bei den derzeit fossil betriebenen Anlagen. NEUMAN & ESSER wird ein Modell eines Elektrolyseurs sowie das integrierte Automatisierungs- und Monitoringsystem für HyControl liefern. 

„Dezentrale Produktionsanlagen werden im Energiesystem der Zukunft eine wesentlich größere Rolle spielen. Unser 5-MW-Elektrolyseur in Container-Bauweise erfüllt diese Aufgabe. Wir sehen großes Potenzial in einer weiterentwickelten Steuerungstechnik, die die Lastflexibilität unserer modularen Anlage steigert“, sagt Dr. David Jasper, Projektmanager HyControl bei NEUMAN & ESSER. 

Im Rahmen des Innovationswettbewerbs Energie.IN.NRW erhält das Projekt HyControl eine Förderung von insgesamt 1,96 Millionen Euro über drei Jahre. Die Mittel werden vom Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen bereitgestellt und von der Europäischen Union kofinanziert.

Schon in diesem Jahr soll der H2 Hub in Delfzijl eine Schlüsselrolle in der Energiewende und beim Aufbau einer neuen Wasserstoffwirtschaft im Norden der Niederlande spielen. Das von Edward Doorten mit der Firma HyEnergy TransStore B.V. initiierte Projekt wird durch diverse Subventionen und Partner gestützt. Die Aufgabe ist es, den durch Chloralkali-Elektrolyse produzierten grünen Wasserstoff vor Ort in Trailer abzufüllen. Die Abfüllung des grünen Wasserstoffs ermöglicht die schnelle und überregionale Verteilung an die bestehende und für die künftige Wasserstoffindustrie.

Bei der dazu errichteten öffentlichen Trailer-Abfüllanlage wird zunächst der bereits vorhandene Wasserstoff aus dem nahegelegenen Chemiepark gereinigt und verdichtet, bevor zukünftig bis zu 4.000 kg grüner Wasserstoff pro Tag abgefüllt werden. In dieser Anwendung kommt die umfassende Expertise von NEUMAN & ESSER zum Tragen. „Wir freuen uns, mit unseren Kompressorlösungen Teil dieses zukunftsweisenden Projektes zu sein. Pionierprojekte, wie dieses, leisten einen wichtigen Beitrag für die Energiewende Europas sowie den Auf- und Ausbau der Wasserstoffwirtschaft“, sagt Ilya Asser, Geschäftsführer NEUMAN & ESSER Deutschland.

Vier NEA|HOFER Membrankompressoren des Typs MKZ KTD 180 werden den gereinigten Wasserstoff auf bis zu 420 bar verdichten. Der Wasserstoff hat eine Reinheit von 99,999% und wird in Trailer mit einem Betriebsdruck von bis zu 380 bar gespeist. Der hochreine Wasserstoff ermöglicht beispielsweise die direkte Nutzung in Brennstoffzellen in wasserstoffbetriebenen Fahrzeugen. „Der Wasserstoff muss auch nach der Verdichtung eine Reinheit von 99,999% aufweisen. Unsere NEA|HOFER Membrankompressoren sind in der Lage, Gase ohne weitere Verunreinigung durch Öl oder Abrieb zu verdichten und sind damit bestens geeignet für diese Anwendung“, erklärt NEUMAN & ESSER Vertriebsingenieur Christian Böhr.

 

Wir freuen uns, bekannt geben zu dürfen, dass NEUMAN & ESSER Teil des richtungsweisenden Forschungsprojekts „Kreislauf.IN.NRW.“ ist. Diese Initiative bietet uns die einmalige Gelegenheit, unser branchenführendes Know-how im Bereich Mühlen- und Sichtsysteme einzubringen und dabei mit renommierten Partnern wie dem PEM der RWTH Aachen, der Accurec Recycling GmbH, der Iondrive EU GmbH und der Constantia Patz GmbH zusammenzuarbeiten. Gemeinsam ebnen wir den Weg für die ersten Batteriezellen, die zu über 80 Prozent aus recycelten Batteriematerialien hergestellt werden, und setzen damit neue Maßstäbe in nachhaltiger Technologie.

Wir freuen uns, die Gründung der NEUMAN & ESSER Energy Project Solutions GmbH & Co. KG bekannt zu geben. Dieser Meilenstein vereint die komplementären Stärken unserer bestehenden Unternehmen ARCANUM Energy und NEA GREEN und stärkt damit unsere Expertise und Leistungsfähigkeit in der Entwicklung von Energieprojekten sowie kundenspezifischen Lösungen.

NEUMAN & ESSER Energy Project Solutions bietet Lösungen für grüne Gase, darunter Biomethan, Kohlendioxid- und Wasserstoffanwendungen sowie E-Fuels, und deckt dabei den gesamten Projektlebenszyklus ab, von der Projektentwicklung und Umsetzung bis hin zum Betrieb. Dabei verbindet das Unternehmen technische Exzellenz mit ausgeprägter kommerzieller Kompetenz.

Die Geschäftsführung des in Holzwickede ansässigen Unternehmens wird von Sören Auricht übernommen.

Während wir weltweit Wasserstoffprojekte umsetzen, freuen wir uns, Teil des Green Hydrogen Hub Vietnam zu sein. Der Hub dient als wichtige Plattform, um die Wasserstoffwirtschaft hochzufahren und die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Vietnam weiter zu intensivieren.

Gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH und PV GAS führen wir daher eine Machbarkeitsstudie durch, um das erste größere Pilotprojekt für die Produktion von grünem Wasserstoff nach Vietnam zu bringen. Die Studie untersucht eine integrierte End-to-End-Lösung für Elektrolyseur-, Verdichter- und Trailerbefüllungsanwendungen.

Im April besuchten unsere Wasserstoffexperten Christian Kehren und Quoc An Khong Ho-Chi-Minh-Stadt, um an einem technischen Workshop zu grünem Wasserstoff und seinen Derivaten teilzunehmen. Die Veranstaltung wurde vom Green Hydrogen Hub Vietnam im Rahmen des H2Uppp-Projekts organisiert. Ein besonderes Highlight war die Unterzeichnung unserer neuen Public-Private-Partnership (PPP) mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GmbH, PV GAS und der Vietnamese-German University.
 

Im Rahmen einer gemeinsamen Lösung wird die Methan-Pyrolyse-Technologie unseres Partners Graforce GmbH mit der Expertise von NEUMAN & ESSER in den Bereichen Wasserstoffverdichtung, Carbon Processing, Gasaufbereitung und Anlagenintegration kombiniert.

Das System ist darauf ausgelegt, methanhaltige Gasströme, darunter Erdgas, Fackelgas, Deponiegas oder Biogas, in Wasserstoff, festen Kohlenstoff sowie nutzbare industrielle Prozesswärme oder Synthesegas umzuwandeln.

Bei der Methan-Plasma-Pyrolyse wird Methan im Reaktor ohne CO₂-Emissionen in Wasserstoff und festen Kohlenstoff aufgespalten. Das Verfahren erreicht Umwandlungsraten von bis zu 98 % bei einem spezifischen Energieverbrauch von etwa 10–15 kWh pro Kilogramm Wasserstoff.

Der erzeugte Wasserstoff kann für industrielle Anwendungen aufbereitet und verdichtet werden, während der feste Kohlenstoff weiterverarbeitet und beispielsweise in Böden oder Materialien wie Asphalt, Beton, in der Metallurgie, in Batterien oder Pigmenten sowie für die langfristige Kohlenstoffspeicherung eingesetzt werden kann.

Mit dieser Partnerschaft bauen NEUMAN & ESSER und Graforce ihr Portfolio integrierter Lösungen weiter aus und leisten einen Beitrag zur Dekarbonisierung industrieller Prozesse.

 

Unsere fortschrittlichen Produkte, darunter die Prallsichtermühle eXtra (Impact Classifier Mill eXtra, ICX), die Prallsichtermühle (Impact Classifier Mill, ICS) und der Leitringsichter (Guide Ring Classifier, GRC), bilden das Herzstück dieser Innovation. Mit diesen Lösungen bewältigen wir effizient entscheidende Verarbeitungsschritte wie die Klassifizierung und Sphäronisierung von recycelbarem Anodengrafit und verwandeln dieses Material in erstklassige, hochwertige Rohstoffe, die für Batteriezellen der nächsten Generation bereit sind. Was einst ein komplexer Prozess war, wird nun vereinfacht und verfügbar gemacht.

Durch die Teilnahme an diesem Projekt unterstützen wir nicht nur die EU-Ziele in Bezug auf Recycling und Kreislaufwirtschaft, sondern stärken gleichzeitig auch unsere Kunden. Sie handeln nachhaltiger, indem sie CO₂-Emissionen reduzieren und eine stabile regionale Wertschöpfungskette aufbauen, und sie arbeiten kosteneffizienter, indem sie wertvolle Materialien zurückgewinnen. Darüber hinaus sind sie unabhängiger von den internationalen Graphitmärkten, was ihre Versorgung sichert, und ihre Wettbewerbsfähigkeit steigert.

Dieses Forschungsprojekt wird von der Europäischen Union und dem Land Nordrhein-Westfalen im Rahmen des EFRE-Programms NRW kofinanziert (Förderkennzeichen: EFRE-20801318).

In einer feierlichen Zeremonie im Rahmen einer Veranstaltung des HyMobility Verbands in Utrecht unterzeichneten Ilya Asser und Christian Böhr gemeinsam mit Edward Doorten von HyEnergy TransStore B.V. ein Zertifikat, mit dem die Zusammenarbeit öffentlich geschlossen wurde. „Wir freuen uns, NEUMAN & ESSER als Partner beim Aufbau einer neuen Wasserstoffwirtschaft im Norden der Niederlande an unserer Seite zu haben“, betont Edward Doorten.

News & Updates

Projekt von EWE treibt den Wasserstoffhochlauf in Deutschland weiter voran

Ein weiterer Meilenstein im Projekt „Clean Hydrogen Coastline“ ist erreicht: Der Energiedienstleister EWE hat die Verdichter-Technik für einen der größten Elektrolyseure Deutschlands in Emden an NEUMAN & ESSER vergeben. Die Wasserstofferzeugungsanlage mit einer Leistung von 320 Megawatt soll ab 2027 grünen Wasserstoff im industriellen Maßstab produzieren. Die nun beauftragten drei Verdichter gehören zur essenziellen Peripherie der Anlage und gewährleisten eine effiziente Weiterverarbeitung des erzeugten Wasserstoffs. Es handelt sich um trockenlaufende, liegende, 8-kurbelige und 5-stufige Kompressoren der Baugröße 320. 
 

„Mit der Beauftragung der Verdichter gehen wir einen weiteren konkreten Schritt in Richtung industrieller Wasserstoffproduktion. Unser Ziel ist es, Wasserstoff aus erneuerbaren Energien dort zu erzeugen, wo es systemdienlich und wirtschaftlich sinnvoll ist. Emden bietet mit der bestehenden Netzinfrastruktur und dem hohen Anteil abgeregelten Windstroms die idealen Voraussetzungen. Gemeinsam mit starken Partnern wie NEUMAN & ESSER treiben wir die Dekarbonisierung des Energiesystems voran“, betont Stefan Dohler, Vorstandsvorsitzender der EWE AG.
 

Mit dem Zuschlag an NEUMAN & ESSER setzt EWE auf erfahrene Industriekompetenz. „Wir freuen uns sehr über das Vertrauen von EWE und die Möglichkeit, an diesem zukunftsweisenden Projekt mitzuwirken. Die Entwicklung einer leistungsstarken Verdichter-Lösung für den Elektrolyseur in Emden zeigt, wie wichtig innovative Technik für den Erfolg der Wasserstoffwirtschaft ist. Gemeinsam gestalten wir die Energiezukunft aktiv mit“, sagt Jens Wulff, Geschäftsführer NEUMAN & ESSER Deutschland.

Elektrolyse Emden – Schlüsselprojekt der Wasserstoffstrategie

Die Wasserstofferzeugungsanlage in Emden ist das Herzstück des vierteiligen Großvorhaben „Clean Hydrogen Coastline“. Sie wird mit einer Leistung von 320 Megawatt die derzeit größte Anlage ihrer Art in Deutschland sein. Mit Clean Hydrogen Coastline bringt EWE Erzeugung, Speicherung, Transport und Nutzung von grünem Wasserstoff zusammen und leistet damit einen erheblichen Beitrag zum Aufbau einer Norddeutschen Wasserstoffwirtschaft. Für das Großprojekt im Rahmen des europäischen IPCEI-Programmes (Important Project of Common European Interest) hat EWE im Sommer 2024 die Förderbescheide erhalten. Derzeit ist EWE in der Detailplanung. Parallel wird das Gelände für die Bebauung vorbereitet. Mit den Tiefgründungen soll im kommenden Winter begonnen werden, anschließend werden die Gebäude errichtet und die Wasserstofferzeugungstechnik aufgebaut. Ab 2027 sollen die Anlagen grünen Wasserstoff im industriellen Maßstab produzieren.

Bereits im März 2025 hatte EWE den ersten Verdichter-Auftrag im Rahmen des Wasserstoffhochlaufs an NEUMAN & ESSER vergeben – für das Wasserstoff-Speicherprojekt in Huntorf (Wesermarsch). Die Vergabe eines weiteren Verdichters an das Familienunternehmen NEUMAN & ESSER setzt diese Entwicklung nun konsequent fort.
Mit dem Projekt „Clean Hydrogen Coastline“ und der 320-Megawatt-Wasserstofferzeugungsanlage in Emden stärkt EWE die regionale Wirtschaft und sichert die Zukunftsfähigkeit der Energieversorgung. Gleichzeitig gestaltet der Energiedienstleister aktiv die Energiewende mit. 
 

Elektrolyseur – NEA|HYTRON PEM-Elektrolyseur von NEUMAN & ESSER

EWE will in Huntorf in der Wesermarsch ab 2027 Wasserstoff speichern

Der Energiedienstleister EWE treibt die Umrüstung seines Gasspeicherstandortes in der Wesermarsch für die Speicherung von Wasserstoff weiter voran. Im Rahmen des vierteiligen Großprojektes „Clean Hydrogen Coastline“ wird NEUMAN & ESSER zwei vierkurbelige, liegende Kolbenverdichter der Baugröße 320 an EWE liefern. Diese Verdichter bilden eine zentrale Komponente für die zukünftige großtechnische Wasserstoffspeicherung in einer umgebauten Erdgaskaverne. Darin will EWE ab 2027 Wasserstoff speichern. Ab dann kann das grüne Gas zur Verfügung stehen, wenn es gebraucht, nicht wenn es erzeugt wird. Die großskalige Wasserstoffspeicherung verbessert damit die sichere und flexible Belieferung zukünftiger Wasserstoffnutzer. 
 

Das Vorhaben ist ein wichtiger Schritt zur Integration von grüner Wasserstofftechnologie in die bestehende Energieinfrastruktur und ein Schlüsselprojekt für die Energiewende. Damit leisten NEUMAN & ESSER und EWE gemeinsam einen wesentlichen Beitrag zur Versorgungsicherheit und zum Hochlauf einer Wasserstoffwirtschaft. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit der Lieferung des Herzstücks des Wasserstoffspeichers einen entscheidenden Beitrag zur Entwicklung der grünen Wasserstoffwirtschaft in Deutschland leisten können“, sagt Jens Wulff, Geschäftsführer NEUMAN & ESSER Deutschland, „und die Förderzusagen der Bundesregierung und des Landes Niedersachsen im vergangenen Sommer für das EWE-Vorhaben ‚Clean Hydrogen Coastline‘ den Weg für strategisch wichtige Projekte wie dieses geebnet haben. Der Vertragsabschluss mit EWE zeigt Entschlossenheit, diese Großvorhaben zügig zu realisieren.“

Wasserstoffspeicherung zur Stabilisierung der Energieversorgung  


Eine von sieben unterirdischen Erdgaskavernen rüstet EWE an seinem Kavernenstandort in Huntorf in der Wesermarsch für die Speicherung von Wasserstoff um. Das Huntorfer Projekt ist Teil des verbindenden Großvorhabens „Clean Hydrogen Coastline“. Dieses bringt Erzeugung, Speicherung, Transport und Nutzung von grünem Wasserstoff zusammen und setzt damit die politischen Forderungen um. Für das vierteilige Großprojekt im Rahmen des europäischen IPCEI-Programmes (Important Project of Common European Interest) hat EWE im Sommer 2024 die Förderbescheide erhalten. Derzeit ist EWE in der Detailplanung und beabsichtigt, bereits in den nächsten zwei bis drei Jahren Wasserstoff ein- und auszuspeichern. 
 

Erprobte Technologie für innovative Anwendungen  


Die Vergabe der Verdichter an NEUMAN & ESSER ist ein entscheidender Meilenstein für die Projektrealisierung. Das Familienunternehmen wurde aufgrund seiner umfangreichen Erfahrung und technischen Expertise ausgewählt. Die Verdichter spielen eine zentrale Rolle beim Einspeichern und Entnehmen von Wasserstoff aus der Kaverne und gewährleisten dabei maximale Sicherheit und Effizienz. 
 

Forschungsarbeit für Übertragbarkeit auf Wesermarsch-Kaverne


Den Nachweis, dass Wasserstoff sicher in Salzkavernen gelagert werden kann, hat EWE im Rahmen eines Pilotprojektes an seinem Gasspeicherstandort in Rüdersdorf bei Berlin erbracht. Die Erkenntnisse, die EWE aus dem Bau und dem Betrieb der 500-Kubikmeter-Testkaverne gewonnen hat, überträgt das Unternehmen jetzt auf Kavernen mit dem 1.000-fachen Volumen, wie beispielsweise in der Wesermarsch. „Unser Ziel ist es, großtechnische Kavernen zur Wasserstoffspeicherung zu etablieren. Allein EWE verfügt mit 37 Salzkavernen über 15 Prozent aller deutschen Kavernenspeicher, die sich zur Speicherung von Wasserstoff eignen“, sagt Peter Schmidt, Geschäftsführer EWE GASSPEICHER. 
 

EVB Technik GmbH ist nun Teil des Übach-Palenberger Maschinen- und Anlagenbauers

Das Jahr 2025 hat bei NEUMAN & ESSER bereits begonnen. Am 13. November 2024 unterschrieben die Geschäftsführenden Gesellschafter Stefanie und Alexander Peters den Vertrag zur Übernahme der EVB Technik GmbH zum 1. Januar. Das Unternehmen mit Sitz in Velbert und Garbsen wurde 2006 gegründet und ist auf ganzheitliche EMSR- (Elektro-, Mess-, Steuer- Und Regelungstechnik) und Automatisierungslösungen spezialisiert, die besondere technische Anforderungen erfüllen.

Der Fokus der Lösungen von EVB Technik liegt auf gastechnischen Anlagen mit dem Schwerpunkt auf Biogaseinspeiseanlagen, Wasserstoffeinspeise- und Erzeugungsanlagen sowie Prozessgasverdichtern. Das jüngste Mitglied der NEUMAN & ESSER Unternehmensgruppe bietet maßgeschneiderte Lösungen, Dienstleistungen und Produkte an, die auf die spezifischen Bedürfnisse ihrer Kunden ausgerichtet sind.

Mit dieser Akquise erweitert NEUMAN & ESSER sein Lösungsportfolio und kann seinen Kunden nun noch mehr Expertise aus dem Bereich der Automatisierungstechnik zur Verfügung stellen. Damit schreitet die Entwicklung des Maschinen- und Anlagenbauers NEUMAN & ESSER vom weltweit führenden Hersteller von Kolben- und Membrankompressoren, Elektrolyseuren und Reformer sowie Mühlen- und Sichtsystemen zum ganzheitlichen Lösungsanbieter weiter voran. Insbesondere bei den angebotenen integrierten Lösungen, zum Beispiel im Bereich Wasserstoff, die viele unterschiedliche Produkte und Komponenten miteinander verbinden, ist eine übergreifende Steuerungs- und Automatisierungstechnik von großer Bedeutung. Bei den Lösungen von NEUMAN & ESSER kommt diese nun auch aus der eigenen Hand.

Ab 1. Januar 2025 wird die EVB Technik GmbH als eigenständige Firma Teil der NEA GROUP. Im ersten Halbjahr 2025 erfolgt die Umfirmierung zur NEUMAN & ESSER Automation GmbH, um die Integration in die Unternehmensgruppe weiter voranzutreiben und auch internationale Projekte zu unterstützen.       

Aus der Region für die Region. Unter diesem Motto wird demnächst in Heinsberg grüner Wasserstoff produziert. Für diesen ganzheitlichen integrierten Ansatz haben sich die lokalen Unternehmen, NEUMAN & ESSER aus Übach-Palenberg, BMR Energy aus Geilenkirchen, Frauenrath, Veolia aus Heinsberg und die WEP aus Hückelhoven zusammengetan und errichten gemeinsam einen 2 MW Elektrolyseur inklusive einer Wasserstofftankstelle. Der dafür benötigte Strom aus Erneuerbaren Energieanlagen stammt ebenfalls aus der Region. In einem ersten Schritt werden hier pro Jahr 70 Tonnen grüner Wasserstoff für den Betrieb von 12 Brennstoffzellenbussen der WestVerkehr produziert. Die Produktion kann bei Bedarf auf über 200 Tonnen pro Jahr gesteigert werden, bei weiterer Nachfrage aus der angrenzenden Industrie ist auch eine Anlagenerweiterung geplant. Die komplette Wasserstoffwertschöpfung wird damit in der Region gehalten und ist ein absolutes Alleinstellungsmerkmal dieses Projekts. „Wasserstoff ist ein internationaler Megatrend. Aber wir zeigen, dass man nicht warten muss, bis sich solche Megatrends entwickeln, sondern von Anfang an dabei sein und auch regional und vor Ort etwas beitragen kann“ stellt Dr. Stefanie Kesting, Geschäftsführerin bei NEUMAN & ESSER, deutlich heraus.

Die über dreijährige Projektentwicklung fasst Guido Beckers, Geschäftsführer der BMR Energy, kurz zusammen: „Genehmigungsverfahren, Markt, Geschäftsmodelle? Es war nichts vorhanden, aber wir haben uns der Herausforderung gestellt.“ Die Fragen wurden geklärt und das Projekt befindet sich in der Umsetzung. Landrat Stephan Pusch betont hierzu: „Die ganze Welt redet von der Energiewende. Aber bei uns wird nicht geredet, sondern gemacht.“ Auch Gereon Frauenrath hebt die Bedeutung und die Einzigartigkeit des Projekts hervor: „Es ist zwar nicht der erste Spatenstich für eine Wasserstoffanlage, die Dürener waren schneller als wir. Dafür ist das hier der erste Spatenstich für eine Anlage im Regierungsbezirk Köln, die vollumfänglich genehmigt ist.“

Im ersten Schritt wird nun der Verkehrssektor mit grünem Wasserstoff versorgt. Für eine erfolgreiche Dekarbonisierung wird die Industrie und der Wohnungssektor bereits mitgedacht. Hierzu erklärt Veolia-Geschäftsführer Dr. Stefan Langer „Die Industrie soll und wird kommen. Unser Projekt erfährt im internationalen Veolia-Konzern große Aufmerksamkeit.“ Damit wird das Projekt in Heinsberg zur Blaupause für weitere Wasserstoffaktivitäten, auch über die Region hinaus. „Dass wir im Kreis Heinsberg die richtigen Potenziale haben, um so etwas umzusetzen, ist eine echte Stärke. Aber man braucht auch die richtigen Unternehmertypen, die bereit sind die Extrameile zu gehen“ bringt es WFG-Geschäftsführer Ulrich Schirowski abschließend auf den Punkt. In Heinsberg sind diese Unternehmen zusammengekommen und werden die Region in Zukunft mit grünem Wasserstoff versorgen.

Kreis Düren. Es ist der nächste wichtige Meilenstein für den Kreis Düren auf seinem Weg zur Wasserstoffregion: Der Bau der Wasserstoff-Produktionsanlage im Jülicher Brainergy Park hat nun offiziell begonnen. Mit einem symbolischen Spatenstich am Mittwoch, 3. Juli, feierte der Kreis Düren mit seinen Partnern dieses neue Kapitel.

"Der heutige Tag markiert einen wichtigen Schritt nach vorne. Wir als Kreis Düren möchten zeigen, dass es auch direkt vor Ort gelingt, grünen Wasserstoff zu produzieren, der regional verwertet wird. Ein Vorhaben, das sich nicht nur auf den Klimaschutz positiv auswirkt, sondern auch zeigt, dass wir als Braunkohleregion den Strukturwandel auch mit Hilfe von Wasserstoff erfolgreich bewältigen können und uns zukunftssicher aufstellen", sagt Landrat Wolfgang Spelthahn.

Betreiberin der neuen Wasserstoff-Produktionsanlage ist die HyDN GmbH. Dieser Gesellschaft gehören zu gleichen Teilen der Kreis Düren und die Messer Industriegase GmbH (MIGG) an. Sie wurde 2022 mit dem Zweck gegründet, die neue Produktionsanlage in dem innovativen Gewerbegebiet zu planen, zu bauen und zu betreiben.

"Bei der Umsetzung des Projektes haben wir uns bewusst für lokale und regionale Partner entschieden. Nicht nur die Lieferanten der Produktionsanlage, auch der regenerative Strom sowie die Abnehmer des grünen Wasserstoffs sind weitgehend im Rheinischen Revier angesiedelt. Die Projektzusammenarbeit zwischen den Partnern läuft hervorragend, wir liegen im Zeitplan und werden voraussichtlich im Herbst 2025 grünen Wasserstoff produzieren", betonen Anne Schüssler und Frank Hopfenbach als Geschäftsführer der HyDN GmbH.

Der erste grüne, also mit Hilfe von erneuerbaren Energien hergestellte, Wasserstoff (H2) wird vorrangig in der Mobilität eingesetzt. So sollen in Zukunft nicht nur die Brennstoffzellenbusse betankt werden können, sondern auch Autos und Züge. Derzeit sind fünf H2-Busse im Kreis Düren unterwegs, die bereits im Großen Tal in Düren tanken können. Ende dieses Jahres werden weitere 20 Fahrzeuge die Busflotte aufstocken. Der Vorteil an den Fahrzeugen: Statt schädlicher Gase stoßen sie umweltfreundlichen Wasserdampf aus.

Bei der Herstellung wird Wasser mit Hilfe von Strom in seine Bestandteile Wasserstoff und Sauerstoff aufgespalten. Die Anlage kann bis zu 180 Kilogramm Wasserstoff pro Stunde bei einer Leistung von zehn Megawatt produzieren. Zur Einordnung: Ein H2-Auto verbraucht im Schnitt ein Kilogramm Wasserstoff auf 100 Kilometern, ein Bus rund sechs Kilogramm auf 100 Kilometern. Die neue Produktionsanlage in Jülich gehört mit dieser Leistung zu den ersten ihrer Art in Deutschland, die in Betrieb sein werden.

Mit der Realisierung des Projektes wurden die Unternehmen NEUMAN & ESSER und die Messer SE & Co. KGaA (Messer) beauftragt. NEUMAN & ESSER liefert zwei NEA|HYTRON PEM Elektrolyseure zur Wasserstofferzeugung sowie zwei NEA|HOFER Membrankompressoren zur Verdichtung des Wasserstoffs. Messer ist für die Speicherung des gewonnenen Wasserstoffs, seine Abfüllung und die Qualitätskontrolle zuständig.

„Für die Messer Industriegase ist dies ein weiteres wichtiges strategisches Projekt, denn neben der Herstellung von Luftgasen, wie Sauerstoff, Stickstoff und Argon werden wir ab 2025 auch direkten Zugriff auf grünen Wasserstoff haben. Messer ist nicht nur beim Engineering der Wasserstoffproduktionsanlage beteiligt, sondern wird langfristig den Betrieb der Anlage übernehmen sowie den grünen Wasserstoff vertreiben", sagt Peter Laux, Geschäftsführer der Messer Industriegase.

„Die Idee der lokalen Wasserstoffproduktion hat uns sofort überzeugt und wir sind bereits seit langer Zeit im engen Austausch mit dem Kreis Düren und MESSER. Wir freuen uns sehr, als Generalunternehmer unser gesamtes Lösungsportfolio entlang der Wasserstoffwertschöpfungskette in dieses Projekt einbringen zu können – inklusive des 10 MW PEM Elektrolyseurs. Neben den für diese Anwendung üblichen Membranverdichtern setzen wir hier auch unsere trockenlaufenden Kolbenverdichter für 500 bar Enddruck ein. Der Kolbenverdichter ermöglicht deutlich größere Liefermengen bei gleichzeitiger Einhaltung der Wasserstoffreinheitsanforderungen. Die gesamte Anlage wird durch unser digitales XPLORE System überwacht und optimal im Betrieb gehalten“, sagt Alexander Peters, Geschäftsführender Gesellschafter von NEUMAN & ESSER.

Der Bau der neuen Anlage wird durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur mit rund 14,7 Millionen Euro unterstützt. Dies geschieht im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff 2 (NIP 2). Die Gesamtinvestition beträgt rund 35 Millionen Euro.

In Zusammenarbeit mit dem schwedischen Technologieentwickler SurfCleaner will NEUMAN & ESSER die Wasseraufbereitung und Nachhaltigkeit in der Industrie weltweit vorantreiben.

Im Rahmen einer neuen Vertriebskooperation wird NEUMAN & ESSER SurfCleaners weltweit erste Wasserabschäumer-Hybridtechnologie in sein Produktportfolio integrieren. Das Kernprinzip der SurfCleaner-Technologie wurde von dem klinischen Physiologen Dr. Stig Lundbäck, MD PhD, entwickelt, nachdem er die Funktion der Dynamic Adaptive Piston Pump (DAPP) des menschlichen Herzens entdeckt hatte. Diese einzigartige Technologie ist in der Lage, treibende Wasserverunreinigungen hochwirksam abzuscheiden, zu entfernen und zurückzugewinnen. Auf dem Petroleum Refining Congress vom 13. bis 15. Mai in Amsterdam, Niederlande - Europas größter Downstream-Veranstaltung für Raffinerien und petrochemische Unternehmen - stellte NEUMAN & ESSER gemeinsam mit SurfCleaner aus. "Dies gab den Anstoß zu der Überlegung, dass SurfCleaner die neue Nachhaltigkeitsstrategie von NEUMAN & ESSER erheblich unterstützen könnte", sagt Jens Wulff, Geschäftsführer NEUMAN & ESSER Deutschland. Wasser sei weltweit eine knappe Ressource. Mit der superintelligenten Technologie von SurfCleaner könne NEUMAN & ESSER an vielen Projektstandorten Wasserressourcen zurückgewinnen, die sonst nur schwer nutzbar wären und für eine komplizierte Aufbereitung transportiert werden müssten. Zum Beispiel in Raffinerien und Chemiewerken auf der ganzen Welt sowie in Wasserstoffproduktionsstätten, die NEUMAN & ESSERs Anlagen nutzen.

Darüber hinaus führt NEUMAN & ESSER zunehmend "Öko-Audits" für Industrieanlagen durch, um Bereiche wie Energieverbrauch und Wasserqualität zu untersuchen. Die SurfCleaner-Technologie fügt ein weiteres "Puzzleteil" hinzu, das eine ganzheitlichere Sichtweise ermöglicht und der Industrie hilft, die Nachhaltigkeit zu steigern", sagen Stefanie und Alexander Peters, Geschäftsführende Gesellschafter von NEUMAN & ESSER. Zudem wird die neuartige Wasseraufbereitungstechnologie auch die umfangreiche Arbeit von NEUMAN & ESSER im Bereich der erneuerbaren Energien unterstützen, zu der auch die Lieferung von Anlagen für die Produktion von grünem Wasserstoff gehört.

 

"Unsere Partnerschaft mit NEUMAN & ESSER eröffnet uns enorme Möglichkeiten für die kommenden Jahre", sagt Christina Lundbäck, SurfCleaner-Gründerin und Chief Sustainability Officer. Ihr zufolge hat die Technologie von SurfCleaner das Potenzial, den Wasseraufbereitungsprozess in allen Branchen weltweit zu revolutionieren. Sie unterstützt nicht nur die Wiederverwendung von wertvollem Wasser, sondern ermöglicht auch die Rückgewinnung von Ressourcen wie Öl, Diesel und Benzin für die Verwendung in der Kreislaufwirtschaft, während gleichzeitig die VOC-, CO2- und Methangasemissionen erheblich reduziert werden. "Durch NEUMAN & ESSER haben wir nun einen noch besseren Zugang zu den Märkten durch ein umfangreiches Netz von Produktionsstätten, Vertriebs- und Servicezentren weltweit. Dies wird dazu beitragen, unsere Technologie weiter zu verbreiten und ihr wahres Potenzial zu maximieren", so Lundbäck weiter.

Auch im Aftermarket-Bereich sei es wichtig, dass den Kunden Lösungen anzubieten, die über die traditionellen NEUMAN & ESSER-Produkte wie Ersatzteile, Vor-Ort-Service und Reparaturen hinausgehen, ergänzt Ilya Asser, Geschäftsführer NEAC Compressor Service. „Wir bauen vertrauensvolle Beziehungen auf, indem wir bei Bedarf die Probleme unserer Kunden lösen. Wenn unsere Techniker vor Ort sind, sehen sie die Wassertümpel, die einen regenbogenfarbenen Ölschimmer haben. Es ist eine Win-Win-Situation, wenn wir in der Lage sind, dieses Wasser aufzubereiten und wiederzuverwenden, während wir gleichzeitig den Raffinerien helfen, ihren CO2-Fußabdruck zu verringern."

Über SurfCleaner

SurfCleaner entwirft, entwickelt und fertigt die weltweit ersten Hybrid-Abschäumer zur Entfernung, Abtrennung und Rückgewinnung von Verunreinigungen, die auf der Wasseroberfläche schwimmen - Öl, Diesel, Benzin, Schwimmschlamm und mehr. Die SurfCleaner-Technologie ist einzigartig: Durch die Kombination von Schwankungen der Anströmgeschwindigkeit und -richtung mit gravimetrischer Abscheidung ist das Verfahren sehr effizient - es verhindert, dass sich Schadstoffe an der Oberfläche ansammeln und trägt somit zur Minimierung der Treibhausgasemissionen bei.

SurfCleaner ermöglicht es Wasseraufbereitungsanlagen, Schwimmschlammprobleme zu lösen und einen effektiveren und stabileren Aufbereitungsprozess zu erreichen. Sie helfen Raffinerien, Industrien und Recyclingunternehmen, Öl, Diesel und Benzin aus verunreinigtem Wasser zurückzugewinnen und die Emissionen von flüchtigen organischen Verbindungen (VOC), CO2 und Methangas erheblich zu reduzieren. SurfCleaner können auch zur schnellen Beseitigung von Öl in Häfen, Flüssen, Seen, Bergwerken und Ölgruben eingesetzt werden. Künftige SurfCleaner-Modelle werden Mikroplastik und Algen in Flüssen, Häfen und Küstengebieten entfernen und die Ozeane sauberer machen.

Das Erneuerbare-Energien-Unternehmen ENERTRAG nutzt die Expertise von NEUMAN & ESSER und der STREICHER Anlagenbau

In der Nähe von Magdeburg wird die Energiewende gelebte Realität: Ab 2024 sollen lokale Industrieunternehmen ihren Wasserstoff-Gas-Bedarf aus erneuerbaren Quellen beziehen. Dazu wird der Betreiber ENERTRAG, eines der größten Erneuerbare-Energien-Unternehmen in Deutschland, in einem Industriepark Wasserstoff produzieren, wobei die für die Elektrolyse benötigte elektrische Energie ausschließlich aus erneuerbaren Quellen stammen wird. Zudem soll mittelfristig Wasserstoff in die 100% Wasserstoffpipelines von ONTRAS eingespeist werden. In der ersten Ausbaustufe werden zunächst rund zwei Tonnen grüner Wasserstoff pro Tag mit einem 10 MW PEM-Elektrolyseur produziert. Der Elektrolyseur soll systemdienlich betrieben werden, um Schwankungen bei der Erzeugung von Strom aus Wind und Sonne auszugleichen und so das Stromnetz zu entlasten. Mittels des Elektrolyseurs erzeugter Grüner Wasserstoff wird zur Dekarbonisierung der Schwerindustrie, als Kraftstoff für den Fernlastverkehr, zur Erzeugung von Strom während einer "Dunkelflaute" und zur Einspeisung in Wasserstoffpipelines verwendet werden. Zu einem späteren Zeitpunkt besteht die Möglichkeit einer Erweiterung des Elektrolysestandorts.

Grüner Wasserstoff aus der Mitte Deutschlands

Man spricht von grünem Wasserstoff, weil die zu seiner Herstellung benötigte Energie ausschließlich aus erneuerbaren Quellen stammt. „ENERTRAG ist sehr stolz darauf, dass wir dieses Projekt an diesem großartigen Standort in der Mitte Deutschlands mit vielen Abnahmemöglichkeiten, sowohl im Industrie- als auch im Mobilitätssektor, realisieren. Mit dieser Referenzanlage werden wir Wasserstoff aus erneuerbaren Energiequellen im industriellen Maßstab produzieren“, sagt Manuela Blaicher, Leiterin der PtX-Projektentwicklung bei ENERTRAG.

Für die zur weiteren Verwertung des Wasserstoffs notwendige Verdichtung, Speicherung und Abfüllung hat ENERTRAG nun einen Vertrag mit den Firmen STREICHER Anlagenbau und NEUMAN & ESSER zur Realisierung abgeschlossen. Die technische und kaufmännische Projektleitung, die Planung der Gesamtanlage und die Koordinierung der beteiligten Gewerke wird von der Firma STREICHER Anlagenbau aus Gommern verantwortet. Der in der Region des Industrieparks ansässige Lösungsanbieter für Sektorenkopplung und Wasserstofftechnologie übernimmt in diesem Projekt auch die Aufgabenfelder Verrohrung, Speicherung und Systemkomplettierung. „Auf dem Weg der Energiewende stellt dieses Projekt für uns einen weiteren wichtigen Meilenstein in die richtige Richtung dar. Wir freuen uns, unsere weitreichenden Erfahrungen aus unserem Leistungsportfolio einbringen zu können“, so Sandra Moder, Geschäftsführerin der STREICHER Anlagenbau GmbH & Co. KG.

Zusätzlich zur direkten Nutzung des in der Elektrolyse hergestellten Wasserstoffs bei industriellen Verbrauchern vor Ort wird das Gas für den Transport und die Speicherung weiter verdichtet. Der Übach-Palenberger Anbieter von Wasserstofflösungen, NEUMAN & ESSER, wird die dazu erforderlichen Kompressoranlagen liefern und STREICHER bei der Integration in die Gesamtanlage unterstützen. Insgesamt werden acht Membrankompressoren (4+4, in zwei Projektphasen) den Wasserstoff für unterschiedliche Anwendungen verdichten. Vier Kompressoren werden 90 kg Wasserstoff pro Stunde auf 121 bar(a) für die Einspeisung ins Erdgasnetz und vier weitere 45 kg pro Stunde auf 501 bar(a) für die Befüllung von Trailern verdichten. „Sowohl die einstufigen Einspeise- als auch die zweistufigen Befüllverdichter sind Membranverdichter der NEUMAN & ESSER Marke Andreas Hofer Hochdrucktechnik und nutzen das gleiche bewährte Basistriebwerk. Die Membranköpfe sind natürlich an die jeweilige Anwendung angepasst. In der ersten Projektphase werden jeweils zwei Verdichter für die Einspeisung und Befüllung installiert“, erklärt Guido Harsch, zuständiger Area Sales Manager bei NEUMAN & ESSER.

Schwarze-Robitec geht Kooperation mit NEUMAN & ESSER ein

In China langfristig Kundenbeziehungen stärken und eine gleichbleibend hohe Servicequalität bieten – Schwarze-Robitec schlägt mit der Kooperation mit NEUMAN & ESSER (NEA GROUP) einen ganz neuen Weg im Aftersales-Service ein. Rohrbiegemaschinen werden künftig von geschultem Personal des weltweit agierenden Herstellers von Kompressoren und Mahlanlagen inspiziert, gewartet und repariert.

Über Monate hinweg hatte Covid-19 großen Einfluss auf die Weltwirtschaft, vielerorts galten strikte Regeln. China riegelte sich als Land ab, ganze Städte und Regionen waren im Lockdown. Das waren schwierige Rahmenbedingungen, um Kunden den gewohnten Service im Bereich Instandhaltung, Wartung und Ersatzteilversorgung bieten zu können. Sie haben gezeigt, dass langfristig ein Umdenken im Aftersales-Service notwendig ist. „China ist für uns nach wie vor ein wichtiger Markt“, betont Bert Zorn, Geschäftsführer von Schwarze-Robitec. „Wir sind dort schon seit Jahrzehnten erfolgreich und wollen auch künftig eine hohe Verfügbarkeit unserer Rohrbiegemaschinen sicherstellen sowie Kunden vor Ort optimal betreuen können.“ Die Kooperation mit NEUMAN & ESSER bietet dafür die perfekte Basis.

Umfangreicher Service durch erfahrene Spezialisten

NEUMAN & ESSER ist ein Hersteller von Kolben- und Membrankompressoren, Elektrolyseuren und Reformertechnologien sowie von Mahl- und Sichtanlagen mit Sitz in der Nähe von Aachen. Das Familienunternehmen realisiert weltweite Projekte mit rund 1.400 Mitarbeitern in insgesamt zehn Ländern und schafft Komplettlösungen von der Machbarkeitsstudie bis zum digital unterstützten 360°-Service im Betrieb. Seit 2008 ist die NEA GROUP mit einem Standort in China vertreten, 2015 wurde ein Wartungs- und Logistikzentrum in Schanghai errichtet. NEA BEIJING beliefert chinesische Kunden nicht nur mit neuen Anlagen, sondern bietet ebenfalls Serviceleistungen wie Ersatzteillieferung, Wartung, Umbau, Reparatur und technische Unterstützung an. Auf diesem umfangreichen Know-how baut Schwarze-Robitec auf. Die chinesischen Kunden des Experten für Rohrbiegemaschinen erhalten künftig einen umfassenden Support im Servicefall durch die qualifizierten Fachleute von NEA BEIJING. Diese sind nicht nur bei der Wartung, Inspektion und Instandhaltung, sondern auch bei der Inbetriebnahme neuer Rohrbiegemaschinen die direkten Ansprechpartner. Dazu wurden die ausgebildeten Servicetechniker intensiv von den erfahrenen Spezialisten von Schwarze-Robitec geschult. „Durch die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit NEUMAN & ESSER gewährleisten wir einen professionellen Support“, betont Bert Zorn. „So können wir die guten Beziehungen zu unseren chinesischen Geschäftspartnern selbst in schwierigen Zeiten aufrechterhalten und weiter ausbauen.“

Am 10. Juni hat die Bundesregierung ihre Nationale Wasserstoffstrategie verabschiedet. "Wasserstoff wird ein Schlüsselrohstoff für die erfolgreiche Energiewende sein", sagt der Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Peter Altmaier. "Dieser zukunftsweisende Energieträger wird einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele in Deutschland und weltweit leisten.

Der Plan sieht 38 Maßnahmen zur Schaffung von Innovationen und Investitionen vor. Bis 2030 sollen in Deutschland bis zu fünf Gigawatt Elektrolysekapazität aufgebaut werden. Das sagte Bildungs- und Forschungsministerin Anja Karliczek: "Wir werden weiter in Forschung und Innovation zu grünem Wasserstoff investieren: in seine Herstellung, Speicherung, Transport, Verteilung und Anwendung. Dafür werden bis 2023 weitere 310 Millionen Euro bereitgestellt."

Zur konsequenten Weiterentwicklung der Strategie wird ein Nationaler Wasserstoffrat eingerichtet. Stefanie Peters, Geschäftsführende Gesellschafterin von NEUMAN & ESSER, wurde zum Mitglied ernannt: "Kolben- und Membrankompressoren spielen eine zentrale Rolle in der Infrastruktur der Wasserstoffwirtschaft. NEA verfügt über jahrzehntelange Expertise auf diesem Gebiet. Mit unserem Wissen werden wir zur Entwicklung einer erfolgreichen Wasserstoffwirtschaft in Deutschland beitragen".

NEUMAN & ESSER baut 10 MW Elektrolyseanlage für Wasserstoffabfüllung im Brainergy Park

Das 52 ha große interkommunale Gewerbegebiet „Brainergy Park“ in Jülich ist Teil des größten Wasserstoff-Infrastruktur-Projektes in Deutschland. Das „Helmholtz-Cluster Wasserstoff HC-H2“ leistet einen großen Beitrag zur Energiewende, in dem es das Rheinische Revier zu einer zukunftsweisenden Wasserstoff-Modellregion entwickelt und 4000 neue Arbeitsplätze bis 2030 schafft. Bestandteil des Projektes ist eine Elektrolyseanlage mit Wasserstoffabfüllung, die NEUMAN & ESSER als Generalunternehmen zusammen mit der MESSER SE für den Auftraggeber, die HyDN GmbH, planen und realisieren wird. „Im Schulterschluss von Wissenschaft und Industrie lassen sich die Potenziale des Strukturwandels nutzen. Der Aufbau von H2-Clustern für die nationale Erzeugung von grünem Wasserstoff ist dafür von großer Bedeutung, weshalb wir diese aus voller Überzeugung vorantreiben“, sagen Stefanie und Alexander Peters, Geschäftsführende Gesellschafter von NEUMAN & ESSER. 

Membrankompressor NEA
NEA|HOFER Mebrankompressor MKZ

Der Leistungsumfang umfasst die integrierte Lösung von der Wasserstoffproduktion über die Verdichtung bis hin zur Abfüllung von „grünem Wasserstoff“. Zur Herstellung von 2.000 Nm3 Wasserstoff pro Stunde liefert NEUMAN & ESSER zwei 5MW PEM-Elektrolyseure, die jeweils in zwei Containern aufgeteilt sind. Der erneuerbare Strom für die Elektrolyseure wird bilanziert über ein sogenanntes Power Purchase Agreement (PPA) aus dem Stromnetz bezogen. Vor der Verdichtung wird der Wasserstoff in zwei 45m3 großen Niederdruck-Speichern gepuffert. Zur Verdichtung werden zwei dreistufige NEA|HOFER Membrankompressoren des Typs KTD180 eingesetzt, die den Wasserstoff zur Zwischenspeicherung in Hochdruckspeichern sowie zur Trailerabfüllung von 30 bar auf 500 bar verdichten. Darüber hinaus ist NEUMAN & ESSER verantwortlich für die Genehmigungs- und Bauplanung mit anschließender Vergabe der Gewerke des Hoch- und Tiefbaus an Unterlieferanten sowie für die Installation der Anlageninfrastruktur. Auch die Inbetriebnahme und Instandhaltung sind Bestandteile des Auftrages. Die Lieferung der Anlagen zur Abfüllung des grünen Wasserstoffs in Trailer sowie die Hochdruckspeicher übernimmt die MESSER SE, die eng mit NEUMAN & ESSER zusammenarbeitet. Der abgefüllte grüne Wasserstoff wird dann im regionalen Nahverkehr, sowohl in Bussen als auch in Zügen Verwendung finden. „Dieses Projekt ist die logische Konsequenz der Erweiterung unseres Lösungsportfolios. Wir werden hier eine vollständige schlüsselfertige Lösung vom Elektron und Wasser zum verdichteten Wasserstoffmolekül realisieren“, sagt Jens Wulff, Geschäftsführer NEUMAN & ESSER Deutschland GmbH. Langfristig soll die Elektrolyseanlage auf bis zu 20 MW erweitert werden und die Betankung von Bussen und PKW direkt vor Ort im Brainergy Park stattfinden. „Dafür haben wir alles Nötige in unserer Bauplanung berücksichtigt. Die Anlage wird bereits für eine zukünftige Erweiterung konzeptioniert“, erklärt Projektleiter Dr. Benedikt Hammermüller.

EYS Elektrolyseur

Ein vom Bund gefördertes Projekt

Die Elektrolyseanlage wird vom Ministerium für Digitales und Verkehr gefördert. Dr. Volker Wissing, Bundesminister für Digitales und Verkehr überreichte der Geschäftsführung der HyDN GmbH, Frank Hopfenbach und Anne Schüssler dazu eine Förderurkunde über 14,8 Millionen Euro für den Bau der Elektrolyseanlage. Daneben werden auch mit Brennstoffzellen betriebene Züge (55,7 Millionen Euro), eine Wasserstofftankstelle mit 3,8 Millionen Euro sowie der Ausbau der Wasserstoff-Infrastruktur in Mechernich in Kreis Euskirchen (7,3 Millionen Euro) gefördert. „Unser Ziel ist es, im Verkehrssektor die Dynamik in Richtung Klimaneutralität weiter zu beschleunigen. Mit unserer Förderung unterstützen wir den Markthochlauf innovativer Antriebstechnologien. Wir fördern technologieneutral, weil wir überzeugt sind, dass wir uns alle Möglichkeiten offenhalten müssen, um unsere Klimaziele zu erreichen. Wir brauchen wasserstoffbasierte Busse und Züge dort, wo wir mit der Elektrifizierung an Grenzen stoßen. Hier im Rheinland werden mit unserer Unterstützung 17 Wasserstoffzüge und die für den grünen Wasserstoff benötigte Infrastruktur sowie eine Wasserstofftankstelle mit Elektrolyseanlage für Busse angeschafft. Die Region demonstriert, wie wir uns eine optimale, lokale Wertschöpfungskette vorstellen – vom Erzeugen über das Verteilen bis hin zum Nutzen von Wasserstoff“, sagt Bundesminister Dr. Volker Wissing.